Der Weg ist das Ziel...
  • botanischer Garten "Parc de Saleccia"

  • L'Île-Rousse

  • Charcuterie

  • Nebel mit Sonnenuntergang

Anreise

Nach den Absprachen zum Blumengießen und dem Bepacken des Autos ging es am Sonntag gemütlich quer durch die Eifel, Luxemburg und Lothringen bis nach St. Max - direkt bei Nancy.
Dort hatte ich ein sehr kleines aber modernes Häuschen in einem großen, verwunschenen Garten gebucht: "Un ecrin de verdure à Saint Max". Ein erster Spaziergang führte mich direkt in das abendliche Nancy auf den "Place Stanislas", durch den angrenzenden Park und die umliegenden Straßen.
Am nächsten Tag marschierte ich an der Meurthe und dem "Canal de la Marne au Rhin" entlang. Moderne und alte Architektur stehen hier direkt nebeneinander; am Kanal wurden ehemalige Speicher zu Wohnungen umgebaut.
Mit der Straßenbahn ging es dann zurück - quasi direkt vor die Haustür. 

Unterwegs und in Nancy

 

 

Villefranche-sur-Saône - Antibes - Nizza - Überfahrt nach Bastia

Für die weitere Strecke nahm ich die winzigen, aber gut zu befahrenden "D-Straßen" und die berühmten französischen Landstraßen (Route National - N-Straßen), die teilweise schnurgrade, dafür aber immer auf & ab durch die Gegend ziehen; im Navi hatte ich den Modus "schöne Strecke" eingestellt. So kam ich nach einer tollen Strecke in Villefranche-sur-Saône an.
Im Hotel (
https://www.bestwestern.fr/fr/hotel-Villefranche-sur-saone-Best-Western-Hotel-Plaisance-93394
) gab es einige Probleme wegen der Reservierung, Annullierung, Reservierung, Annullierung. Schließlich bekam ich für 1 Nacht ein Zimmerchen ohne großen Komfort. In einer Nebenstraße fand ich ein Restaurant mit leckerem Essen: http://www.restaurant-lepicerie-villefranche.fr/. Und dann ab ins Bett!

Am nächsten Tag ging es auf die Autobahn, quer durch Lyon, über die Rhône, und wieder zurück über die Rhône, Richtung Süden bis nach Antibes. Dort hatte ich für 1 Nacht ein Zimmer gebucht, um am nächsten Tag schnell in Nizza am Fährhafen zu sein
http://www.bastide-eucalyptus.com/index.php.
Nach einem kleinen Spaziergang durch den tollen "Park Vaugrenier" und einem erfolglosen Versuch, mal die Füße ins Meer zu tauchen, kroch ich ins bequeme Bett und stellte mir den Wecker wegen der Fähre.

 

Plombière-les-Bains

Nizza und die Überfahrt

Ein kleines Stück Autobahn, dann quer durch die Baustelle mitten in Nizza; dort wird grade eine Straßenbahn gebaut. Am Hafen wurde ich gefühlte 10 Mal kontrolliert, reihte mein Auto auf dem Parkplatz ein und spazierte noch ein bisschen en den Hafenbecken entlang.
Dann war die Einschiffung angesagt: es klappte alles vorzüglich.
Auf dem windigen Deck fiel mir auf, dass ich u. A. meinen Anorak in der letzten Unterkunft vergessen hatte (neben einer kurzen Hose und einem T-Shirt)

5 Stunden Überfahrt - das zog sich! Allerdings schien die Sonne und es gab auch windgeschützte Stellen auf dem Deck. In der Lounge konnte ich sogar ein kurzes Nickerchen einlegen.
Dann tauchte Cap Corse im Dunst auf....und bald fuhr die Fähre in den Hafen von Bastia ein.
Über die "Bergstrecke" kam ich dann erst nach dem Sonnenuntergang und einigen Anläufen in Monticello an. Die Vermieter eskortierten mich von ihrem Haus aus in die Ferienwohnung, bereiteten mir einen tollen Empfang und erläuterten die Einzelheiten.

Auf der Insel

Die Wohnung ist hell und großzügig. Sie liegt sehr schön ruhig oberhalb von L'Île-Rousse und bietet vom Balkon aus einen herrlichen Ausblick auf die ÎIe de la Pietra mit dem alten Genuesen-Turm und dem Leuchtturm.
Alle Sachen fanden ihren Platz in den Schränken, die Geräte funktionierten einwandfrei, manche Dinge fehlten - wie in vielen Ferienhäusern: Haken und die Ausstattung zum Kochen und Essen war eher spärlich.
Für die kühlen Nächte gab es eine kuschelige Decke. Das mit der Müllentsorgung klappte in den ersten beiden Wochen nicht: die Deponie war kurzerhand geschlossen worden. Welche Lösung man dann später fand??? Es funktionierte dann aber ohne Probleme.

Nach ein paar Eingewöhnungstagen holte ich Jan & Carsten in Bastia vom Flughafen ab. Wir unternahmen zwei "Weintouren" und kauften kräftig Vorräte in den verschiedenen "Châteaus" ein. Zwischendurch besichtigten wir eine moderne Olivenölmühle "Le Moulin de Château" in Feliceto. Hier werden die Oliven mit dem Kern gepresst; es gibt gefiltertes- und ungefiltertes Öl der verschiedensten Olivensorten. Bei der Führung erklärte uns der "Patron", dass dieses Öl auch an den Vatikan geliefert und für liturgische Handlungen genutzt wird.
Bis wir nach dem Frühstück unterwegs waren, dauerte es meist etwas länger. Daher überfiel uns immer der Hunger, wenn auf Korsika - wie im übrigen Frankreich - alle Restaurants schon wieder geschlossen hatten. In L'Île-Rousse bestellten wir uns in der "Casa Corsa" zweimal große Teller mit typisch korsischer  "Charcuterie"; unterwegs gab es in Calenzana die weltbesten "Florentiner" aus der Bäckerei oder ein wirklich leckeres Eis von "Soléa" auf die Hand.
Für einen Abend hatten wir uns in Monticello - ganz oben auf dem Berg - einen Tisch im Hotel - Restaurant "A Pasturella" reserviert: vorzüglicher Service und tolles Essen (http://www.a-pasturella.fr/). Die Pizzeria 50 m von der Wohnung entfernt, war dagegen wirklich nur eine Pizzeria, das mit den anderen Speisen: naja!

Das korsische Bier verdient einen kleinen extra Passus. Aus Maronen gebraut ist es der Renner auf der Insel. Schon auf der Fähre gab es "Pietra". Eher skeptisch kaufte ich im Supermarkt ein 6er Paket blondes "BIONDA" mit 0,33 l Fläschchen ein. Und es schmeckt tatsächlich sehr gut. Frisch gezapft hat es eine feste, nicht zu üppige Schaumkrone und einen leicht herben Geschmack. Natürlich gibt es auch viele andere Variationen, aber das ist nicht mein Fall. www.brasseriepietra.corsica/fr/bieres/pietra-bionda/)

Mit dem kleinen Zug unternahmen wir einen Ausflug nach Calvi, bestiegen dort die Festung und wanderten bei bestem Wetter durch die bunten Gassen der Innenstadt. An der Promenade gönnten wir uns im Schatten der Sonnenschirme mit Blick über den Hafen einen kleinen Salat.
Ein Besuch des botanischen Garten "Saleccia" (https://www.parc-saleccia.fr/) - quasi direkt um die Ecke - stand natürlich auch auf dem Plan.

Flughafen Bastia

Essen & Trinken